Betriebsbesichtigung Mercedes-Benz Düsseldorf

10.06.2018

•    Warum werden flammneue Fahrzeuge vor der Verladung im Düsseldorfer Hafen wieder demontiert?*
•    Wo wird in einem Automobilwerk jeden Tag „geheiratet“**
•    Gibt es das „KANBAN-System“ aus dem Schulbuch in der Wirklichkeit?

Antworten auf diese und andere Fragen erhielten die Schülerinnen und Schüler der Klassen INB17 und BMB,U bei einer hochinteressanten Besichtigung der Mercedes-Benz Sprinter-Fertigung in Düsseldorf.

Anfang der sechziger Jahre übernahm die damalige Daimler-Benz AG das Düsseldorfer Werk von der Auto Union. Am 1. April 1962 begann in Düsseldorf die Fertigung der Transporter von Mercedes-Benz.
Rund 6600 Mitarbeiter, etwa 150 000 Transporter im Jahr – Düsseldorf ist das Leitwerk für Transporter der Daimler AG. Hier laufen alle geschlossenen Vari-anten des Mercedes-Benz Sprinter vom Band, also Kastenwagen und Kombi. Das Werk nimmt eine Fläche von annähernd 700 000 m² ein und fertigt im Dreischicht-Betrieb fast 700 Transporter pro Arbeitstag.

Sehr beeindruckt konnte unsere Gruppe bei der mehrstündigen Führung sehen, wie in unzähligen Arbeitsschritten und der Hilfe von über 770 Industrierobotern aus einer rohen Blechkarosse ein kundenspezifisch konfiguriertes Fahrzeug gefertigt wird.

Lohnenswert – auch für nichttechnische Auszubildende!

* Vor dem Versand in die USA werden die fertigen Sprinter wieder teilweise zerlegt, da der Import von ganzen Fahrzeugen wesentlich höher besteuert wird als die Einfuhr von einzelnen Komponenten.
** Als „Hochzeit“ wird in der Automobilfertigung das Zusammenführen der Karosse mit dem Motor oder einem kompletten Antriebsstrang als bezeichnet.


INB und BMB 17 Text: Thomas Pesch; Bild: Thomas Pesch

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