INB 18 erkundet den Landtag in Düsseldorf

17.03.2019

Politik? Sozialwissenschaften? Sind wir nicht Industriekaufleute und sollten uns nur mit Geschäftsprozessen beschäftigen?
Dieser Gedankengang ist weit gefehlt! Schließlich geht es in unserer schulischen Ausbildung nicht nur um Firmenabläufe in der Steuerung und Produktion, sondern auch um das Drumherum: tägliche Arbeitszeit, Freizeit- und Urlaubsanspruch und auch Sozialabgaben sind Themen, mit denen wir in unserer Ausbildung konfrontiert werden.
Wo und wie diese Themen/Gesetze diskutiert und verabschiedet werden, hat sich die aktuelle Unterstufe der Industriekaufleute mal genauer angeschaut. Denn nicht alle Gesetze werden zentral von der Bundesregierung in Berlin getroffen – es gibt auch Entscheidungen die von den Bundesländern selbst getroffen werden.
Zunächst erfuhren wir, dass es für jeden Themenbereich wie z.B. „Arbeit, Gesundheit, Soziales“ oder „Schule und Bildung“, einzelne Ausschüsse gibt. In diesen Ausschüssen sitzen Politiker der einzelnen Parteien. In welchen Ausschuss sich ein Politiker begibt, kann er selbst nach seinen Interessen entscheiden. In den einzelnen Ausschüssen werden dann Lösungen für Probleme gesucht und in sogenannten „Plenarsitzungen“ debattiert.
Die Öffentlichkeit hat die Möglichkeit, diese Sitzungen als Zuhörer zu verfolgen. Diese Chance nahmen wir war und konnten gespannt einem uns relevanten Thema folgen: tägliche Arbeitszeit. „Perfektes Timing“ hörte man schon aus den eigenen Reihen.
Vertreter der Landtagsfraktionen (Parteien im Landtag) legten ihre Meinung über das Thema in Reden dar. So ging es von der einen Seite darum, die Arbeitszeit auf 6 Stunden zu verkürzen, da mit zunehmender Zeit das Unfallrisiko mangels Konzentration steigen würde. Andere Meinungen gingen dahin, dass somit die Zahl Überstunden oder sogar zeitlich nicht registrierte Arbeiten deutlich steigen würden.
Viele verschiedene Meinungen kamen somit zusammen und fanden, mal mehr, mal weniger, die Zustimmung der anderen Politiker. „Dass ein Thema so breit und emotional diskutiert werden kann, hätte ich kaum für möglich gehalten“, kommentierte ein Schüler im Nachgang.
Oftmals weiß man gar nicht, Wer Wie Was und Warum entscheidet, weil man häufig unwissend darüber ist, wo gewisse Entscheidungen überhaupt getroffen werden. „Jetzt habe ich auf jeden Fall ein klareres Bild der Entscheidungsfindung hier in NRW“, lautete passend dazu ein Resümee. Eine Ausbildung hat auch das Ziel, einen Menschen zu fördern und zu bereichern, was durch diesen Besuch absolut gelungen ist.
Vielen Dank an Frau Gülke für die angenehme Begleitung.


Text: Jan Philipp Kamphuis
Foto: Tanja Gülke

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